Markierte Boddenhechte

Liebe Angelfreunde,

Folgende E-Mail erreichte uns vor kurzem, die wir gerne auch auf diesem Wege weiter verbreiten wollen.

„Die nachhaltige Bewirtschaftung der Küstenfischbestände ist für die weitere Entwicklung der Region um Rügen von großer Bedeutung. Deshalb wurde im letzten Jahr das praxisorientierte Forschungsprojekt „Wissensbasiertes Management und nachhaltige Entwicklung der Hechtbestände in den inneren Küstengewässern rund um Rügen unter Berücksichtigung sozio-ökonomischer, fischereibiologischer und touristischer Faktoren“ (Kurztitel BODDENHECHT; weitere Informationen unter www.boddenhecht-forschung.de) initiiert. Das Projekt wird unter Leitung von  Prof. Dr. Robert Arlinghaus vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und der Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft, Institut für Fischerei in Rostock durchgeführt.

Zur Untersuchung ausgewählter fischereibiologischer Aspekte, wie z. B. Wanderbewegungen, Laichgebiete und Wachstum in unterschiedlichen Bodden, wurden in diesem Frühjahr in Zusammenarbeit mit engagierten Reusen-Fischern und Angelguides hunderte Hechte in den Bodden rund um Fischland-Darß-Zingst, Rügen und Usedom lebend gefangen, markiert und wieder freigelassen. Etwa 300 Hechte wurden zudem mit elektronischen Peilsendern zur Fischortung versehen, um die Wanderbewegungen und die Laichgebiete der Tiere nachverfolgen zu können. Ein Teil der Peilsender wurde auch in Hechte eingesetzt, die in Zuflüssen der Bodden gefangen wurden.

Sollte ein markierter Hecht wiedergefangen werden, bitten wir um Meldung des Fisches unter www.ifishman.de/fangmeldung oder per Telefon unter +49 (0) 160 944 78 446. Für Erstfang-Meldungen winken bis zu 100 € Belohnung. Alle Wiederfangmeldungen nehmen an Verlosungen von Sachpreisen von bis zu 500 € teil. Die Meldung der Fische ist für das Projekt von großer Bedeutung. Gemeldet werden kann ein Fisch auch, wenn er nicht entnommen wird. Von den entnommenen oder toten Hechten mit weißen Marken hätte das Forschungsteam gerne mindestens den Hechtkopf und den Peilsender zurück.

Parallel wurden 140 Messstationen mit Unterwassermikrofonen in die Bodden und in angrenzende Zuflüsse ausgebracht, die die Ultraschallsignale vorbeischwimmender, besenderter Hechte aufzeichnen. Diese Stationen bestehen aus einem Grundgewicht (ausbetoniertes Schubkarrenrad), an dem an einem Glasfaserstab das Messgerät angebracht ist, und einer 10-20 m langen Leine mit Anker. Die Stationen sind ohne Schwimmmarkierung außerhalb des Fahrwassers am Gewässergrund ausgebracht und haben eine Höhe von ca. 60 cm. Sollte eine Messstation ausversehen gehoben oder in ihrer Position verändert worden sein, durch Ankern, Hängenbleiben mit Fanggeschirr oder Ähnlichem, bitten wir unbedingt um Bergung des Gerätes und Kontaktaufnahme.“

 

Der Vorstand

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